Einsam, Leere und eine Idee

DSCF4066Ich laufe durch die Gegend und bin auf der Suche. Ich suche etwas, was mich bereichert. Ich finde es nicht. Ich stehe in einem Nichts. Eine Leere umgibt mich und ich bin sehr traurig. Da kommt mir eine Idee. Es ist ein Funke, der durch die Dunkelheit, umso heller leuchtet. Es soll ein Stern werden, der mir einen Weg zeigt um der Leere zu entkommen.

Keiner will mich wirklich ernst nehmen. Zu seltsam, zu komisch bin ich. Ein Mann mit fünf Meerschweinchen, das ist einfach witzlos. Meine Kids als Ausrede ziehe nicht. Zu sehr spürt man meine Faszination. Das kann einsam machen, in einer Welt, die wenig Platz für liebevolle und soziale Dinge hat. Wer drei Nächte vor dem iStore auf das neue iPhone wartet, ist zwar auch nicht normal, wird aber für ein Stück Plastik bewundert. Wer liebevoll mit seinen Schweinchen umgeht, hat einen Vogel.

Ich suche weiter und folge diesem Funken. Ich setze mich hin und baue an meiner Idee, ganz allein und zurückgezogen. Der Funke wird zu einer kleinen Glut. Eine Glut, die immer heißer wird. Ich nenne die Glut einfach “quiek!”, weil Schweinchen, die was wollen oder zufrieden sind, gerne dieses Geräusch machen. Ich will es haben. Ein Magazin entsteht. Es wirkt etwas armselig, aber es ist ein Magazin alleine rund um Meerschweinchen. Der Anfang ist gemacht. Und das erste Rad war auch nicht richtig rund.

Verständnis erwarte ich nicht. Ich bin halt ein komischer Vogel mit einem seltsamen Hobby. Ich akzeptiere, das man mich der Lächerlichkeit aussetzt. Viele Ideen von mir, haben die gleiche Reaktion bewirkt. Gerade im persönlichen Umfeld versteht man mich nicht oder nur schwer.

Meerschweinchen sind soziale Tiere. Viele Menschen sollten sich vom sozialen Verhalten etwas abschauen. Und die Glut wird zu einer Flamme. Viele Menschen freuten sich. Ich habe mit der Idee ein paar Menschen begeistert. Was gibt es schöneres, als Menschen glücklich zu machen. “Endlich ein Meeri-Magazin.”

Die Flamme sorgt für Wärme. Es kommen Leute dazu, die sich an der Flamme wärmen. Man tauscht sich aus. Ideen werden gesponnen und manchmal hört man ein kleines Lied von Zufriedenheit. Vielen wird klar, die Idee kann was werden, aber das geht nur gemeinsam. Profis kommen dazu, sie zeigen den Weg. Der Weg zu mehr Licht, zu mehr Freude.

Die zweite Ausgabe von quiek! erscheint. Diesmal viel besser. Viel schöner und größer. Die Flamme entwickelt sich zu einem Lagerfeuer. Das Lagerfeuer sorgt für ein Abenteuer, was begeistern kann. Wir werden immer mehr Menschen. Manche blicken gar zu mir auf. Dabei hab ich nur die Idee gehabt. Ich hab sie umgesetzt. Ich bin nicht der Macher. Ich bin einer von vielen, die was tun, weil man was erreichen will. Ich muß meine Rolle finden. Ich muß akzeptieren, das ich nicht mehr der komische Vogel mit dem seltsamen Hobby bin.

Man nimmt mich ernst. Immer mehr Menschen kommen zum Lagerfeuer. Es wird eng. Der Überblick geht langsam verloren. Die Idee bleibt feste im Blick. Manche Dinge gehen schief. Manche Dinge funktionieren besser als erwartet. Am Ende hat alles funktioniert. Das Lagerfeuer, das Abenteuer hat ein glückliches Ende mit der Ausgabe 3 gefunden.

Doch jeder weiß, das danach erstmal die Sonne kommt. Das Lagerfeuer endet mit einem Finale. Viele freuen sich, viele Menschen sind glücklicher. Das Leben ist schöner geworden. quiek! hätte niemand vermisst, wenn es nicht gemacht worden wäre. Aber nun, wo die Sommerpause kommt, wird etwas vermisst, was das Herz der Menschen berührt. Es ist diese eine Idee, die viele Menschen erreicht.

Ein Mensch kann etwas erreichen? Ja, und das ist nicht nur eine Floskel. Das ist das wahre Leben. Und nach der Sommerpause? Das Lagerfeuer wird erneut angezündet, weil im August sollen noch mehr Menschen mit einer 4.Ausgabe glücklich gemacht werden. Wir werden uns wieder treffen und das Abenteuer wird schöner, weil wir mehr Platz haben für Menschen, die an einer einzigen Idee glauben können.

Ab 11.Mai.2014 findet ihr den Download der 3.Ausgabe von quiek! hier…

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